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Wir begrüßen Sie auf der Webseite der Fachgruppe
Vorgehensmodelle für die betriebliche Anwendungsentwicklung
(WI-VM)
der Gesellschaft für Informatik e.V.

 

PVM2016

 

 

Betrachtungsgegenstand

Betrachtungsgegenstand der Fachgruppe sind die als "Vorgehensmodelle" bezeichneten Beschreibungen der Aufbau- und Ablauforganisation von Projekten zur Entwicklung und Wartung von Anwendungssystemen. Solche Beschreibungen helfen, die Durchführung von Projekten innerhalb eines Unternehmens oder darüber hinaus zu standardisieren und zu verbessern. Der Begriff Anwendungssystem sei hier sehr weit gefasst: von technischen über betriebswirtschaftliche bis zu organisatorischen Systemen.

Form und Umfang eines Vorgehensmodells sind von der Zielsetzung der Verfasser und den Anforderungen der Praxis abhängig. Vorgehensmodelle können detaillierte Vorgaben mit mehreren hundert Seiten Umfang sein, ein grafisches Modell, welches mit einer formal definierten Notation erstellt wurde, oder ein Rahmenwerk, welches der detaillierten Ausgestaltung bedarf und nur wenige konkrete Vorgaben beinhaltet. Agilen Ansätzen wie eXtreme Programming, Scrum, oder Kanban wird die gleiche Aufmerksamkeit geschenkt wie planbasierten Ansätzen (wie RUP oder dem V-Modell XT), oder Ansätzen aus dem Projektmanagement wie dem PMBoK des PMI.

Um eine effektive und effiziente Gestaltung der Vorgehensmodelle und damit der Projekte zu erreichen, ist die Berücksichtigung der Schnittstellen zur Betriebswirtschaftslehre einerseits, insbesondere der Organisations- und der Managementlehre, und dem Software Engineering andererseits wesentlich.

Das Thema "Vorgehensmodelle" wird daher von der Fachgruppe aus verschiedenen Blickrichtungen betrachtet:

  • Grundlagen: Begriffsdefinitionen, Bestandteile, (formale) Beschreibung von Vorgehensmodellen, Vorgehensmodell-Typen
  • Inhaltliche Bausteine: Konzepte, Methoden, Phasen, Projektmanagement, Qualitätssicherung.
  • Werkzeugunterstützung: Vorgehensmodell-Driver, Meta-Modelle, Data-Dictionaries.
  • Ökonomische, soziale und psychologische Aspekte: Einführung und Betrieb von Vorgehensmodellen, organisatorisches Umfeld.
  • Beispiele aus der Praxis: Standard-Vorgehensmodelle in Organisationen, Branchen und für Anwendungstypen, spezielle Vorgehensmodelle von Unternehmen.
  • Standardisierung von Vorgehensmodellen: V-Modell XT, Hermes etc.
  • Vorgehensmodelle in reglementierten Branchen

Die Arbeit der Fachgruppe WI-VM der Gesellschaft für Informatik widmet sich der Integration von Entwicklungsprozessen und deren Vorgehensmodelle mit Betriebsprozessen und deren Best Practise-Katalogen zu einem Product Life Cycle.

Die Fachgruppe fördert einen intensiven Gedankenaustausch durch die Pflege persönlicher Kontakte und unterstützt einen offenen und kritischen Dialog zwischen Wissenschaft und Praxis. Ein weiteres Ziel der Fachgruppe ist die Erarbeitung von Empfehlungen und Stellungnahmen zu den technischen, wirtschaftlichen, organisatorischen und sozialen Aspekten bei Auswahl und Einsatz von Vorgehensmodellen - dies insbesondere vor dem Hintergrund nationaler, europäischer und internationaler Normungs- und Standardisierungsbestrebungen.

 

Letzte Änderung: 2014-06-02 durch Oliver Linssen.